Seit 10.000 Jahren mit Liebe gefangen

Facts & figures

Keta-Lachs
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2014
Emmonak, Alaska (VS)
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Emmonak

Weit weg von der Zivilisation, im Beringmeer im Westen Alaskas, leben die Yup'ik-Eskimos. Sie fischen seit 10.000 Jahren auf wilden Keta-Lachs, der im kurzen Sommer auf dem breiten Yukon aus dem Meer schwimmt. Für die meisten Yup'ik-Eskimos ist dies der einzige bezahlte Job des Jahres.

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Um die Lachsfischerei Yup’ik-Eskimos zu schützen und den Fischern ein stabiles Einkommen zu sichern, wurde im Jahr 2001 „Kwik’pak Fisheries“, eine Vereinigung zur Entwicklung der Fischerei im Yukon-Delta gegründet. Sehr schnell nahm diese Vereinigung einen zentralen Platz in der Gemeinde ein: In den Pausen treffen sich die Fischer in der Kwik'pak-Kantine, wo sie ihre Hände wärmen und ihre Mägen füllen können. Auf der Speisekarte stehen regionale Produkte wie Elche, Wildenten, Hasen ... und natürlich Fisch! Denn obwohl die Yup'ik jeden Tag mit Fisch arbeiten, geht nichts über den Geschmack ihrer eigenen Produkte.

Fangmethode

Die Yup'ik fischen mit schwimmenden Kiemennetzen, aus denen sie weiche Mauern im Wasser erstellen. Diese Mauern sind nicht annähernd so breit wie der Fluss, aber wenn sie an der richtigen Stelle hängen, schwimmen einige der Lachse dagegen.

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Die Yup'ik fischen nur zwischen Ende Juni und Mitte August, wenn die Regierung den Fluss dafür freigegeben hat. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein Großteil der vom Meer zurückkehrenden Lachse den Fluss hinauf schwimmen kann – und die Lachspopulation garantiert auf einem gesunden Niveau bleibt.

Auf dem Beringmeer

In Emmonak leben weniger als 900 Menschen, aber das Dorf hat trotzdem einen Flughafen. Bei solch einer abgelegenen Lage ist dies auch notwendig: Emmonak befindet sich im Tundradelta zwischen dem Beringmeer und dem Yukon. Dieses Delta ist ungefähr so groß wie ganz Griechenland und mit rund 130.000 Quadratkilometern eines der größten Deltas der Welt.

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Wilder Keta-Lachs

Der wilde Keta-Lachs, von dem die Yup'ik-Fischerei lebt, enthält die meisten Omega-3-Fettsäuren aller Lachsarten. Und dabei können die Lachse eine Länge von nicht weniger als einem Meter erreichen! Keta-Lachs ist ein anadromer, also ein Wanderfisch, der aus dem Meer gegen die Strömung im Fluss schwimmt, um dort, wo er geboren wurde, zu laichen. Sein Fleisch sieht vielleicht etwas blasser aus als das anderer Lachse, aber das sagt nichts über den Geschmack aus – denn der ist wirklich unvergleichlich!

‘Sie fangen Fische, um eine Existenzgrundlage zu haben, niemals aber auf Kosten der Natur’

Fischerin Maxine ist eine der Fischerinnen in Emmonak. Sie fing ihren ersten Fisch im Alter von neun Jahren und machte im Alter von vierzehn Jahren ihren Angelschein. Nachhaltiges Fischen ist für sie selbstverständlich: „Man muss die Natur mit Respekt behandeln.“ Außerhalb der Lachssaison fischen die Yup'ik daher nur für den Eigenverbrauch, niemals kommerziell.

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