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Warum die Rückverfolgbarkeit bei Dosenfisch nicht obligatorisch ist – und warum wir es dennoch tun

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Als Verbraucher möchte man wissen, was man isst und woher es kommt. Und doch muss bei Dosenfisch nicht immer angegeben werden, welche Art enthalten ist, wo er gefangen wurde oder wie genau das geschehen ist. Bizarr, nicht wahr? Für frischen Fisch sind diese Regeln in der EU nämlich streng und klar. Aber sobald Fisch verarbeitet und in eine Dose gelangt, ändert sich die Gesetzgebung.

Warum ist diese Information nicht obligatorisch?

Dosenfisch fällt in die Kategorie der verarbeiteten Produkte. Bei diesen Produkten konzentriert sich das Gesetz hauptsächlich auf Lebensmittelsicherheit, korrekte Zutatenkennzeichnung und Nährwerte. Informationen über Art, Fanggebiet und Fangmethode sind daher nicht verpflichtend anzugeben.

Das fühlt sich seltsam an, zumal gerade diese Daten viel über Nachhaltigkeit, Qualität und die Auswirkungen auf das Ökosystem aussagen. Die Unterschiede zwischen den Arten, zum Beispiel Skipjack- versus Gelbflossenthunfisch, sind groß, und dasselbe gilt für Fanggebiete und -methoden.

Bei Fish Tales setzen wir auf volle Transparenz

Wir sind der Meinung, dass man sehen können sollte, was man isst und woher es kommt. Nicht allgemein, sondern exakt. Deshalb gehen wir seit der Gründung von Fish Tales über das hinaus, was das Gesetz verlangt.

Für all unsere Produkte gilt:

  • Volle Rückverfolgbarkeit bis zum Fischereiunternehmen
  • Informationen darüber, welches Fischereiunternehmen für den Fisch verantwortlich ist
  • Fangmethoden mit minimalem Beifang, bewusst pro Art ausgewählt
  • Direkter Kontakt zu den Fischereiunternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten Transparenz ist für uns eine Grundvoraussetzung.

Rückverfolgbar bis zur Quelle

Da unsere Produkte vollständig rückverfolgbar sind, wissen wir genau, von welchem Fischereiunternehmen jeder Fisch stammt. Und wir besuchen die Fischerei und treffen dann einen der Fischer! Das macht es möglich, die Geschichte hinter unserem Fisch ehrlich zu erzählen.

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Der Hafen von Newlyn, Cornwall

Pilchard-Sardinen aus Cornwall

Unsere Sardinen sind Pilchard-Sardinen – dies sind Sardinen der europäischen Sardinenart (Sardina pilchardus), die in kompakten Schwärmen vor der Küste Cornwalls schwimmen. In Newlyn, einem kleinen Hafenort im Südwesten Englands, fahren Fischer wie David mit ihren Ringwadenbooten in die Bucht, sobald der Abend hereinbricht.

Mit speziellen Lampen lockt die Besatzung die Sardinen an die Oberfläche. Wenn ein Schwarm sichtbar wird, wird das Ringnetz ausgelegt: Wie ein Korb schließt es sich um den kompakten Schwarm. Dank dieses natürlichen Verhaltens der Pilchards ist der Fang effizient, sorgfältig und mit minimalem Beifang.

Da wir direkt mit diesem Fischereiunternehmen zusammenarbeiten, wissen wir genau:

  • wo der Fisch gefangen wird (Cornwall)
  • wie dies geschieht (kleine Ringnetze)
  • Aus welchem Fischereiunternehmen unsere Fischer kommen

Diese Informationen stammen aus direkter Zusammenarbeit. Mehr über die Fischerei erfahren? Lesen es hier weiter!

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David und seine Familie

Warum das wichtig ist

Herkunft, Art und Fangmethode sind entscheidend für die Gesundheit der Ozeane und für die Qualität dessen, was man isst. Durch die Weitergabe dieser Informationen können Verbraucher bewusst Fischereien wählen, die sorgfältig arbeiten und hochwertigen Fisch liefern. Auch wenn das Gesetz dies nicht vorschreibt, werden wir es weiterhin selbst tun. Wie setzen uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern dafür ein, Druck auf die europäische Gesetzgebung auszuüben, um diese Gesetze aufzubrechen und anzupassen.

Unsere Impact & Fisheries Managerin Irene hat diese Botschaft nach Brüssel mitgenommen. Auf Einladung von Oceana traf sie sich mit zwei weiteren Organisationen, um der Oceans Unit der Europäischen Kommission mitgeteilt, dass es höchste Zeit ist, diese veraltete Gesetzeslücke zu schließen und eine echte, vollständige Rückverfolgbarkeit in der gesamten Fischereikette durchzusetzen.

Denn wenn Informationen fehlen, verschwindet die Verantwortung. Und ohne Verantwortung haben unsere Ozeane keine Zukunft.

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Irene bei der Europäischen Kommission