Fischen nach dem Gesetz

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Pinker Wildlachs
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2018
Craig, Alaska (VS)
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Craig

Ursprünglich war die alaskische Stadt Craig nicht mehr als ein kleines Fischerlager, aber als in den 1930er Jahren große Lachsschulen rund um das Dorf entstanden, wuchs dort die Fischerei explosionsartig. In der Folge brachen die Fischbestände in den 1950er Jahren vollständig ein – obwohl man das heute kaum glauben kann. Das liegt daran, dass das Angeln so blüht wie nie zuvor.

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Dass es der Lachsfischerei in Craig jetzt so gut geht, ist der alaskischen Regierung zu verdanken. Im Jahr 1959 erließ das Alaska Department of Fish and Game ein Gesetz, das vorsah, dass das kommerzielle Fischen nur in den Gewässern des Bundesstaates und in dessen Umgebung erlaubt ist. Das war zu dieser Zeit einmalig – und Alaska ist immer noch sehr fortschrittlich, wenn es um den Schutz seiner Gewässer geht. Aber obwohl das Gesetz ein wunderbares Instrument ist, sind es in erster Linie die Fischer selbst, die es formen. Weil die Fischer in Craig auch erkennen, dass sie morgen arbeitslos sein werden, wenn sie heute zu viel fischen.

Fangmethode

Von sogenannten Ringwadenfängern aus suchen Fischer nach Lachsschwärmen. Wenn sie einen gefunden haben, spannen sie Netze um ihn herum. Wenn sie das Netz unten schließen, bildet es eine Art Korb.

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Von Ende Juni bis Mitte August schwimmen die Lachse entlang der Küste von Craig. Der Bundesstaat Alaska hält sehr genau fest, wie viele Fische den Fluss hinaufschwimmen, um ihre Eier zu legen. Nur wenn genügend Fische vorbeigeschwommen sind, ist das kommerzielle Fischen erlaubt. Auf diese Weise wird nicht mehr gefangen, als für die Fischbestände gesund ist.

Vielen Dank an Craig

Craig ist nach einem Craig Miller benannt, der 1907 eine Fischsalzfabrik auf der nahe gelegenen Fish Egg Island und eine Fischverpackungsfabrik in Craig eröffnete. Das Dorf liegt im tiefen Süden Alaskas, auf einer Insel in der Nähe der kanadischen Grenze, und dort leben etwa 1200 Menschen – hauptsächlich Fischer, Fischverarbeiter und Tischler.

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Pinker Wildlachs

Pinker Wildlachs ist die kleinste anadrome Lachsart im Pazifik. Ein anadromer Fisch zu sein bedeutet, vom Meer aus gegen die Strömung im Fluss zu schwimmen, um dort Eier zu legen. Die Männchen bekommen in dieser Zeit kurz vor ihrer Rückenflosse einen hohen Buckel – daran erkennt man den rosa Lachs, auch Buckellachs genannt. Der Fisch verdankt seinen Namen der pastellrosa Farbe seines Fleisches, das mit Omega-3-Fettsäuren gefüllt ist.

‘Die Arbeit mit dem Meer ist großartig’

Kelvin hat von klein auf mit seinem Vater und seinen drei Brüdern Lachs gefischt. Sein Vater ist jetzt im Ruhestand und die Brüder haben ihre eigenen Fischerboote, aber die Familie spielt immer noch eine wichtige Rolle in Kelvins Arbeit. "Mein Boot heißt Mary Elizabeth, weil Elizabeth der Taufname meiner Frau und Mary der unserer Großmütter ist. Auf diese Weise habe ich auch meine Familie auf dem Wasser in meiner Nähe."

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